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Reiseapotheke

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Eine Reiseapotheke kann in eine Hosentasche passen oder einen ganzen Koffer ausfüllen. Ob und wieviel man mitnimmt, hängt wie bei Versicherungen vom eigenen Sicherheitsbedürfnis ab.

Ich soll mal gesagt haben, Pflaster brauche man sowieso nicht, auf stark blutende Wunden könne man mit egal was drücken – Hauptsache man drückt und bei allem, was noch schlimmer ist, brauche man sowieso einen Arzt. Wie ihr schon vermutet, ist dies also ein Artikel von jemandem, dessen Reiseapotheke eher in eine Hosentasche passt.

Vorweg ein paar Worte zu Themen, die mir am Herzen liegen:

Jeder sollte über BLS – Basic Life Support Bescheid wissen. Das ist das, was wir alle für den Führerschein gebraucht haben. Wiederbelebungsmaßnahmen sind das, was am Ende wirklich Leben rettet. Also am besten die Kenntnisse in erster Hilfe auffrischen.

Die beste Reiseapotheke hilft nicht, wenn im Ernst- oder Notfall eine Auslandskrankenversicherung mit Krankenrücktransport fehlt.

Bei jeder Erkältung helfen eine Kanne Tee und Bettruhe mehr, als alles andere.

Und nun Butter bei die Fische, was habe ich in meiner Reiseapotheke?

Ibuprofen. Oder ein anderes Schmerz- und Fiebermittel, zum Beispiel Paracetamol. Damit das Medikament helfen kann, sollte die Dosierung so sein, wie in der Packungsbeilage empfohlen. Das gilt natürlich für jedes andere Medikament auch.

Medikamente gegen Übelkeit, Durchfall und Verstopfung. Würde ich jeweils nur einnehmen, wenn es nicht anders geht, also beispielsweise Medikamente gegen Übelkeit und Durchfall vor langen, nicht verschiebbaren Busfahrten.

Ein Fieberthermometer. Ab 37,5 ° Celsius ist die Körpertemperatur erhöht, ab 38,5° Celsius besteht Fieber. Fieber ist immer nur ein Hinweis auf eine Erkrankung und niemals eine Krankheit. Jede Erkältung kann Fieber verursachen, genauso wie Überwärmung bei einem Sonnenbrand oder unzureichende Trinkmenge bei Hitze.

Wenn ihr Fieber habt und deshalb beunruhigt seid oder Fieber habt und gerade in den Tropen seid,  lasst euch von einem Arzt untersuchen.

Lutschtabletten gegen Halsschmerzen. Sind medizinisch nicht notwendig. Aber Halsschmerzen kann man schnell mal bekommen und sie sind einfach unangenehm. Was ähnlich gut hilft: Viel trinken und Hustenbonbons.

Abschwellende Nasentropfen. Sinnvoll bei verstopfter Nase und vor dem Fliegen. Aber genauso wie Halsschmerztabletten sind sie bei einer einfachen Erkältung medizinisch nicht notwendig.

Blasenpflaster nehme ich bei langen Mehrtageswanderungen mit.

Individueller Bedarf. Hierzu zähle ich Medikamente, die die Mehrheit von uns nicht braucht, der Einzelne aber vielleicht schon. Das sind zum Beispiel krampflösende Medikamente bei Menstruationsbeschwerden oder ein antibakterielles Medikament, weil frau immer wieder zu Blasenentzündungen neigt.

Spezielle Medikamente. Das sind Medikamente, wie zum Beispiel Mittel gegen Malaria, als Prophylaxe oder als Akutmedikament bei Verdacht auf Malaria. Wenn ihr ein exotisches Reiseziel habt oder in ein Land reist, in dem es Malaria gibt, solltet ihr euch vorher tropenmedizinisch beraten lassen. Denn vielleicht benötigt ihr neben einer Malariamedikation noch eine Reiseimpfung. Am besten informiert ihr euch in einer tropenmedizinischen Beratungsstelle. Diese findet man unter anderem an Universitätskliniken.

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